Instrumenten-Transplantation

Ich weiß gar nicht, wieso die hier alle so rumflaxen, nur weil ich nach kaum drei Jahren mal den Standort gewechselt habe :-? John machte einen dummen Spruch, Hayden konnte sich eine entsprechende Bemerkung ebenfalls nicht verkneifen, und Neville fragte im Vorbeigehen, als ich jeute morgen gerade in der Sonne im Cockpit saß und an meinem Instrumententräger rumfräste: „I heard, you had an epic voyage?“ :motz:

So sind’se. Egal, eigentlich bin ich hier soweit ganz zufrieden. Kein Fichtenkleinzeug mehr, das morgens weggefegt werden muß, das Solarpanel tut seine Arbeit fast ganztägig, also was soll’s. Sogar einen Nachbarn habe ich: Direkt schräg hinter mir, neben dem Zylonen-Kat, steht  die Maranatha, Kirstens Boot. Er und Antoinette sind zwar in China, haben aber vorher wohl noch das Haus verkauft oder vermietet und ihren bis dahin da mit lebenden Sohn (ebenfalls Kirsten geheißen) schmerzfrei in die Obdachlosigkeit verbannt. Der wohnt also nun 5m hinter mir und ist dabei, den Kahn soweit seetüchtig zu kriegen, daß er ihn irgendwann mal nach China segeln kann. Der Motor liegt immerhin schon mal in eine Plane verschnürt unterm Boot. (Kommt mir irgendwie bekannt vor, die Konstellation :mrgreen:)

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Verlegungsfahrt

Eine völlig neue Erfahrung: Es ist 15 Uhr, mein Landstromkabel ist noch nicht wieder eingestöpselt, so daß ich den Tag über aus dem Akku gelebt habe, und mein Amperemeter zeigt Werte zwischen +5 und +18A, die je nach aktueller Bewölkungslage nur vom Solarpanel auf dem Träger reinkommen und den Akkupack trotz ganztägig laufendem Inverter, PC und Monitor (und den drei Kühlboxen) auf über 95% gehalten haben. Außerdem: Im Lauf des Vormittags hat es zwar teilweise gegossen wie angekündigt,  aber  der damit einhergehende Wind hat den größten Teil der rumliegenden Kiefern-Bauteile zur Abwechslung mal eher vom Deck geweht, statt mich wie gewohnt permanent mit neuen zu überschütten 🙂

Was sagt uns das? Genau, ich bin umgezogen. Zwar nur ein paar Meter in die Mitte des Platzes und stehe nun nicht mehr direkt am „Strand“ unter einem Baum, der ab 14h für Schatten sorgte, dafür hat jetzt aber hoffentlich die permanente Berieselung mit irgendwelchen Baumbestandteilen ein Ende.

Gegen 9 Uhr kamen Jannies Leute angestapft, warfen die gestern ausgeschachteten und mittlerweile vollgelaufenen Gräben, die sie extra leicht schräg ansteigend angelegt hatten, bis direkt vor die Hinterräder wieder zu, und versuchten dann, den Trailer von der Stelle zu bewegen. Nachdem sie den hinteren Meter auf jeder Seite wieder freigeschüppt hatten ging das dann auch irgendwann, und Thelxinoes Reise in die große weite Welt des Parkplatzes konnte beginnen 8-) Verlegungsfahrt weiterlesen

von blöden Witzen zu selbsterfüllenden Prophezeiungen

Hurz! Neulich, als eine der Abstützungen unter Thelxinoe nachgab, hatte ich noch drüber rumgeflappst, heute ist es tatsächlich passiert:

Nachdem ich Jannie bei seinem gestrigen Besuch mal dezent auf den Zustand der Aufpallstapel unter mir hingewiesen hatte, bestand er darauf, mich für die restlichen paar Tage an Land  nochmal woanders hinzustellen und neu abzustützen, bevor erst irgend etwas komplett unter mir zusammenbricht. Also bauten seine Leute den Sliptrailer, auf dem sie gestern Eco Promise aufgeladen hatten, um  den dann ungefähr 6m weiter und um 45° gedreht wieder hinzustellen, anschließend in einer gut fünfstündigen Aktion so um, daß nunmehr mein deutlich schmalerer Kat draufpaßt, und wollten ihn heute morgen unter mein Boot schieben.

Sah auch gut aus, bis sie zu der Erkenntnis gelangten, daß der Pott tatsächlich soweit abgesackt war, daß der Sliptrailer nicht mehr drunter paßte, und sie dann zu zweit über eine Stunde damit verbrachten, zwei schräge, bis zu 30 cm tiefe Gräben für die Räder auszuschachten, um tiefer zu kommen. 8-O 

Tief stechen, weit werfen 🙂

Nun  stehe ich also aufgebockt auf dem Trailer hier rum, und     von blöden Witzen zu selbsterfüllenden Prophezeiungen weiterlesen

auf dem Sprung

Jannie macht Ernst! Kurz vor Mittag, ich saß im Cockpit und war gerade dabei, einen meiner Drehbolzen vom Antrieb ein wenig zu läppen, kam er zu mir ans  Boot gestiefelt, um erneut zu fragen, wann ich denn wohl ins Wasser will, woraufhin ich sagte „vor Ende diesen Monats“. Theoretisch hätte ich natürlich auch einfach „jetzt“ oder „übermorgen“ sagen können. Abgesehen vom Antrieb und dem leidigen Loch in der Nacelle, ist inzwischen eigentlich alles erledigt, wofür man besser an Land stehen sollte, selbst die vor Wochen schon mit Antifouling gepinselten Grobsiebe für die ganzen Borddurchlässe hatte ich gerade eine halbe Stunde vorher  angebaut, aber da die Club-Prominenz heute morgen feierlich ein „World ARC 2020“-Fähnchen am Clubhaus gehisst hat, deren Gros wohl in den nächsten Tagen hier einläuft, läßt mich das vermuten, daß die paar derzeit freien Stegplätze in den nächsten Tagen wohl anderweitig gebraucht werden. Meine Fresse, das ist echt schon die dritte World ARC, die hier an mir vorbeifährt, während ich an Bord bin und an Land rumstehe …

Jaques, zu diesem Thema befragt als ich eh grad bei ihm war, meinte in seiner Eigenschaft als Vice-Commodore dann auch nur, ich möge doch bitte noch bis nach dem 20. abwarten, danach wären die ARCler wohl alle wieder weg. Ist ja auch egal. Ich hänge jetzt seit fast eineinhalb Jahren hier rum, da kommt es auf zwei weitere Wochen nun auch nicht mehr an. Aber vielleicht spornt ihn der dräuende Termin wenigstens an, nun doch endlich meine Stagen irgendwann fertigzumachen und anzubauen.

Auf jeden Fall habe ich heute meinen Carport eingebüßt: Nach Mittag wurde ich dezent gebeten, ich möge doch mal mein Auto da wegfahren, sie wollten jetzt Eco Promise auf den Sliptrailer stellen, um ihn morgen aus dem Weg zu räumen und irgendwo in eine Ecke zu stellen, was dann bis Feierabend auch prompt passierte. Hurra! :mrgreen: auf dem Sprung weiterlesen

Spielereien an einem verregneten Wochenende

Es regnet… Seit Samstag gut 70mm, wenn ich meiner Wetterstation (und dem Blick auf die Seenplatte um das Boot) glauben will. Kein Wetter, um großartig draußen rumzugemmeln und vor Mittwoch ist auch keine Besserung in Sicht. Also habe ich den trotzdem vorhin erschienenen Simon bis Übermorgen wieder nach Hause geschickt, und es geht weiter mit Kleinkram im Innenraum. Da in meinem neulich mitgebrachten Paket unter anderem ein paar kleinere Pegelschalter enthalten waren, habe ich Samstagmorgen zum x-ten Male die Abdeckungen der Wassertanks ausgebaut, und jeweils einen dieser Schalter als Signalgeber darin untergebracht, die mir später ermöglichen sollen, beim Befüllen der Tanks auch ohne Verrenkungen auf Bodenniveau auf einen Blick erkennen zu können, wenn der jeweilige Tank so gut wie voll ist.

Derzeit verbringe ich nämlich einen guten Teil der Befüllzeit mit aufpassen, daß die Dinger nicht überlaufen.  Solange ich noch mit dem Schlauch an Land befülle, nicht weiter dramatisch, aber wenn das erstmal irgendwann „nebenher“ über den Wassermacher läuft, will ich nicht alle paar Minuten nachsehen müssen, ob es vielleicht schon irgendwo überquillt. Besagte Pegelschalter haben einen Hub um gerademal 1.2cm und da die Abdeckungen nicht im, sondern auf dem Tank sitzen, sollten sie genau dann schalten, wenn der Tank bis auf einen 3/4 Liter voll ist, und damit dann entweder einen optisch/akustischen Alarm auslösen, oder der Einfachheit halber gleich ein Ventil schließen und den Befüllvorgang beenden. Spielereien an einem verregneten Wochenende weiterlesen